Interview mit Marcellus Klaus, dem Jugendpfarrer des MCH
Wann wurdest du geboren?
Am 08. 07. 1973 bin ich Bad Langensalza geboren.
Warst du auch Ministrant?
Ja, ich war auch Ministrant. Gleich nach der Erstkommunion habe ich mit dem Üben begonnen und ich durfte an Weihnachten, ich glaube 1983 zum ersten Mal, ministrieren. Ich erinnere mich noch gut, dass ich damals ganz schön aufgeregt war.
Wie lange warst du Ministrant?
Ich habe eigentlich nie offiziell, dem Minidienst an den Nagel gehängt. Mit 16 Jahren bin ich von zu Hause weg, habe aber immer, wenn ich zu Hause war, gerade auch Werktags bei der Messe ministriert. Auch im Priesterseminar mussten oder durften wir bei den großen Gottesdiensten oft ministrieren.
Wann wurdest du zum Priester geweiht?
Meine Priesterweihe liegt noch gar nicht lange zurück. Zusammen mit zwei weiteren Mitbrüdern empfing ich sie durch unseren Bischof am 02. Juni 2003 im Erfurter Dom.
Hattest du, bevor du Priester wurdest, andere Pläne für dein Leben?
Auch wenn dies die Minis vielleicht nicht gerne hören, aber ich wäre gerne auch Lehrer für Mathematik und Geschichte geworden. Als Kaplan in Leinefelde konnte ich aber auch etwas Lehrer "spielen", ich musste 4 Stunden auf dem Gymnasium Reli unterrichten.
Was hast du als erstes gedacht, als du erfahren hast, dass du Jugendpfarrer im Eichsfeld werden sollst?
O Jesus, dass kann doch nicht wahr sein, jetzt sollst du diese Aufgabe übernehmen! In Leinefelde habe ich mich sehr wohl gefühlt und ich konnte mir nicht gleich vorstellen, diesen netten Ort und seine Menschen verlassen zu müssen. Ich fahre dienstlich jetzt immer noch oft durch Leinefelde, aber mittlerweile macht mir die Arbeit im MCH Spaß und ich bin froh, das ich hier im MCH bin.
Nennen Sie 3 Wünsche für ihre Laufbahn als Jugendpfarrer!
- Ich möchte helfen, dass Menschen, besonders die Jugendlichen, mit Gott in Berührung kommen.
- Ich wünsche mir, dass unsere Kurse angenommen werden und gut besucht sind!
- Ich würde mich freuen, wenn wir als Team des Jugendreferates ein gutes Klima für die Jugendlichen schaffen, so dass diese sich bei uns wohl und zu Hause fühlen.
Was bereitet dir die meisten Sorgen bei deiner neuen Aufgabe?
Dass es uns nicht gelingt, den Menschen wirklich dort zu helfen, wo sie in Not und Sorge sind. Weiter bereitet mir Sorgen, dass die Jugend sich mit der allgemeinen Übersättigung zufrieden gibt und nicht nach den echten Lebensinhalten und dem echten Lebenssinn fragt.
Auf welchen Kurs im MCH freust du dich am meisten?
Ich freue mich speziell auf keinen Kurs. Bisher haben mir alle Kurse Spaß und Freude gemacht, es ist immer wieder schön, mit Jugendlichen zusammen zu sein und ein Stück weit den Glauben zu teilen, zu leben.
Was hast du schon alles mit Ministranten gemacht?
Als Kaplan in Leinefelde war ich mit den Minis zur Wallfahrt in Rom, habe wöchentlich Mini – Stunde gehalten und auch eine Fahrt mit ihnen über mehrere Tage in den Thüringer Wald gemacht.
Im MCH haben wir im neuen Kursplan einige Kurse mit den Ministranten vor. Mal sehen, wie sie werden.
Warst du früher auch in den Jugendhäusern?
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis auf einen Mini-Kurs (den hat damals der heutige Domkapitular Stöber gehalten) nie im Jugendhaus war.
Wohin fährst du am liebsten in den Urlaub?
Am liebsten fahre ich in die Berge und gehe wandern. Ich suche gerne Orte auf, wo nicht so viele Menschen sind.
Wo warst du dieses Jahr im Urlaub?
Dieses Jahr habe ich es einmal anders gemacht, im Herbst war ich mal richtig als Touri unterwegs. Mit meinen Eltern war ich am Gardasee und in Rom!
Was ist ihr Lieblings...
- Buch? Die Romane von Donna Leon und ihrem Kommissar Brunetti lese ich gerne!
- Film? In letzter Zeit hat mich "Der Schuh des Manitu" sehr erheitert!
- Lied? Fan bin ich von Grönemeyer, und gerne höre ich das Lied "Ich dreh mich um dich…"!
- Essen? Klassisch, Roulade mit Rotkraut und Klößen, sonst jede Form von Nudeln und diversen Soßen!
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